Abscheideranlagen-Service

Generalinspektion von Leichtflüssigkeitsabscheider gem. DIN 1999 Teil 100 in Verbindung mit Dichtheitsprüfung

Die Durchführung der Generalinspektion und die dazugehörende Dichtheitsprüfung sind in der DIN EN 858 Teil 1& 2 in Verbindung mit der DIN 1999 Teil 100 festgelegt. Die Dichtheitsprüfung der Rohrleitungen im Einzugsgebiet der Anlage erfolgt auf Grundlage der DIN 1986 Teil 30 und DIN 1610.

Ablauf der Generalinspektion incl. Dichtheitsprüfung:

  • Abstimmung der Vorgehensweise mit dem Anlagenbetreiber
  • Prüfung des Betriebstagebuches, Genehmigung der Anlage, Inbetriebnahme, Aufmahme und Prüfung der technischen Daten
  • Prüfung des Entwässerungsplans mit Höhenangaben
  • Überprüfung der gewählten Dimensionierung
  • Durchsicht vorhergehender Prüfungen, evtl .Schriftwechsel mit Behörden
  • Ggf. Prüfung vorhandener Abwasseranalysen
  • Entleerung und intensive Reinigung der Anlage, Entsorgung der Abscheiderinhalte
  • Absperren der Zuläufe mit Absperrblasen
    Sichtprüfung der Anlage nach Entleerung und Reinigung, mit Fotodokumentation
  • Befüllen der Anlage mit Wasser, je nach Bedarf werden Schlammfang, Benzinabscheider, Koaleszenzabscheider getrennt geprüft
  • Entfernung der Absperrblasen und Wiederinbetriebnahme der Anlage
  • Funktionsprüfung und Prüfung eventueller Sicherheitseinrichtungen
  • Auswerten der Prüfergebnisse
  • Erstellung eines Prüfberichtes
  • Besprechung des Prüfberichtes und ggf. erforderlicher Maßnahmen

Alle Anlagenteile sind monatlich zu kontrollieren und müssen stets zugänglich sein.

Halbjährliche Wartung gem. DIN 1999 Teil 100

Abscheideranlagen sind halbjährlich, entsprechend der Vorgaben des Herstellers von einem Sachkundigen zu warten. Dabei werden folgende Arbeiten durchgeführt:

  • Kontrolle des Koaleszenzeinsatzes, falls vorhanden, auf Durchlässigkeit, wenn der Wasserstand vor und hinter dem Koaleszenzeinsatz deutliche Unterschiede aufweist und auf Beschädigung.
  • Reinigen oder Austausch des Koaleszenzeinsatzes nach Angaben des Herstellers.
  • Entleerung und Reinigung des Abscheiders und soweit erforderlich, (z.B. bei starker Verschlammung) Reinigung der Ablaufrinne im Probenahmeschacht

Soweit die Abscheideranlage ausschließlich eingesetzt wird zur Behandlung von mit Leichtflüssigkeiten verunreinigtem Regenwasser, Absicherung von Anlagen und Flächen im Zusammenhang mit dem Umgang mit Leichtflüssigkeiten, können die Intervalle der Wartungen in Abhängigkeit des tatsächlichen Anfalls an Schlamm und Leichtflüssigkeit in Eigenverantwortung des Betreibers auf höchstens 12 Monate verlängert werden.
Die Feststellung und durchgeführten Arbeiten werden in einem Wartungsbericht erfasst und bewertet.

Ihre Mitarbeiter können als sachkundige Person gem. DIN 1999 Teil 100 ausgebildet werden. Die monatliche Eigenkontrolle und auch die halbjährlich geforderte Wartung können so innerbetrieblich und damit auch kosteneinsparend durchgeführt werden.

Entsorgung der Ölabscheiderinhalte und Schlammfänge

Die Entsorgung erfolgt je nach Bedarf, im Rahmen der Eigenkontrollverordnung bei mind. Halbjährlicher Wartung jedoch max. nach 5 Jahren, oder beim Erreichen von 50% der zulässigen Schlammfangspeichermenge oder beim Erreichen von 80% der zulässigen Ölspeichermenge!
Die Entsorgung erfolgt als Komplettentleerung aller Anlagenbestandteile mittels Saug-/ Druckfahrzeug.